Montag, 14. Mai 2012

Die Praxis


HERZLICH WILLKOMMEN 
in meiner Praxis für Babys, Kinder und die ganze Familie. Alles was Sie darüber erfahren möchten, finden Sie in diesem Blog: Die linke Spalte informiert über meine Qualifikationen, und mit Klick auf eines der LABELs dort öffnen sich in der rechten Spalte die gewünschten Themen.

SPRECHZEITEN
Mo.-Do. 10:00 - 17:00 Uhr
Termine nach Vereinbarung
Die nächsten freien Termine für neue Patienten : ab 20.6.2012
E-Mail : vivianweigert@yahoo.com
Tel.: 089-12417008 (Mailbox)
Mobil-Tel.: 0176-23 27 28 86 (Mailbox+SMS)
ADRESSE
Häberlstraße 17, Seitenhaus (Eingang durch das Tor)
80337 München
Die Praxis liegt im grünen Innenhof, mit Platz für Fahrrad und Kinderwagen. Dort liegt auch das babyfreundliche Speisecafé Netzwerk, geöffnet von 10 - 14:30 Uhr (http://www.nguf.de/)
Meine Praxisräume sind mit Rollstuhl barrierefrei zugänglich.
MVV
U3/U6 Goetheplatz (2 Stationen vom Marienplatz), von dort 3 Min. Fußweg.
Bus Nr. 58 Kapuzinerplatz (7 Min. vom Hauptbahnhof), von dort 1 Min. Fußweg.
PARKEN
Die Häberlstraße liegt im Parklizenzgebiet "Alter Südfriedhof" und bietet reichlich Kurzparkplätze, so gelingt es meist rasch, einen freien Parkplatz zu finden. 
Meine aktuellen Bücher :




If you speak english please send me an e- mail and I´ll be happy to answer your questions.

Die Behandlung von Babys bildet einen Schwerpunkt in meiner Praxis - die ist ja auch in der Beratungsstelle für Natürliche Geburt und Elternsein e.V. angesiedelt, die ich 1979 mitgegründet habe und in der ich als Eltern-Säuglings-Beraterin u.a. für die Schreibaby-Ambulanz zuständig bin (www.haeberlstrasse-17.de). Daneben habe ich bereits viele gute Bücher für Baby-Eltern geschrieben (siehe in der linken Spalte: "Meine Bücher").

Behandlungs-Gebühren
Meine Abrechnung folgt dem oberen Satz im Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker (GebüH) und meine Behandlungen sind vom Hufelandverzeichnis erfasst.
Für Baby-Osteopathie wird bei der Erstbehandlung eine Stunde reserviert, die Behandlung dauert meist zwischen 50 und 75 Minuten. Hier kommen pro Behandlung mehrere GebüH-Ziffern zur Anrechnung, z.B. 1,4,20,35, und ergeben für eine Behandlungszeit von z.B. 60 Minuten eine Gebühr von 80,40 €.
Die Homöopathie wird über die Ziffer 2 des GebüH abgerechnet, das für eine Behandlungszeit von 30 Minuten den oberen Satz von 41,00 € nennt. Die Erstanamnese nimmt bei Kindern mindestens 90 Minuten, bei Erwachsenen bis zu 150 Minuten in Anspruch, ggf. plus anschließender Fallanalysearbeiten. In der konstitutionellen Behandlung sind in mehrwöchigem Abstand einige kürzere Folgeanamnese-Termine von ca. 30 - 60 Minuten nötig, in akuten Situationen kurze Besprechungen, auch am Telefon.
Privatkassen, Zusatzversicherungen und Beihilfe erstatten Heilpraktikergebühren in unterschiedlicher Höhe gemäß der individuellen vertraglichen Vereinbarung.Gesetzlichen Krankenkassen ist dies bisher leider nicht möglich.
Meine Kostenberechnung ist unabhängig von eventueller Erstattung zu begleichen.
Ein Blick in das GebüH: http://www.versicherung.de/infoCafe/Gebuehrenverzeichnis-fuer-Heilpraktiker.asphttp://www.versicherung.de/infoCafe/Gebuehrenverzeichnis-fuer-Heilpraktiker.asp

Bei einer Terminabsage <6 h vor dem Termin muss eine Ausfallgebühr von 40,-€ berechnet werden - Termine wenn nötig bitte lieber früher als später absagen, die Warteliste ist lang und jemand anders freut sich über einen früheren Termin - aber nur, wenn ich die Möglichkeit habe, das rechtzeitig mitzuteilen.
 

Antibiotika

Neues Wissen über Antibiotika:

Antibiotika lähmen den gesunden Mix im Darm

 Antibiotika töten die Bakterien im Darm ab und unterscheiden dabei nicht zwischen Freund und Feind, zwischen guten und schlechten Keimen. Nun fand ein US-Forscher heraus: Das Medikament kann unsere Darmflora auch dauerhaft aus der Bahn werfen. So entstehen chronische Krankheiten und dauerhafte Gesundheitsprobleme.
09.10.10|dapd Von Lauran Neergaard
Dass Antibiotika bei vielen Menschen Verdauungsprobleme verursachen, ist allseits bekannt. Aber die wiederholte Einnahme solcher Medikamente verändert einer Studie zufolge auch die natürliche Bakterienvielfalt im Darm über längere Zeit. Immer mehr Untersuchungen zeigen, wie wichtig der individuelle Bakterienzoo eines Menschen für seine Gesundheit ist.
Manche Forscher vermuten, dass insbesondere die Einnahme von Antibiotika in der frühen Kindheit Immunstörungen wie Allergien oder Asthma auslösen kann. Denn die Medikamente sind grundsätzlich nicht wählerisch: Sie töten nützliche Bakterien ebenso ab wie die üblen Keime, gegen die sie verordnet werden.
David Relman von der Universität Stanford wollte ermitteln, wie lange die Mikrobenvielfalt im Darm braucht, um sich wieder zu erholen. Daher ließ er drei gesunde Frauen, die länger keine Antibiotika verwendet hatten, wiederholt im Abstand von sechs Monaten das vergleichsweise milde Präparat Ciprofloxacin für die Dauer von jeweils fünf Tagen einnehmen.
Im ersten Durchgang klagte zwar keine der Frauen über Durchfall oder Übelkeit. Aber Stuhlproben enthüllten, was sich unter der vermeintlich ruhigen Oberfläche tat. Ein Drittel bis die Hälfte der Bakterienarten verschwand nahezu ganz, dafür drängten andere Mikroorganismen in die frei gewordene Lücke. Nach einer Woche hatte sich die ursprüngliche Bakterienverteilung aber bei zwei der drei Frauen wieder eingestellt. Nur bei der dritten Probandin waren die Keimkolonien noch ein halbes Jahr später verändert.
Der zweite Antibiotika-Durchgang setzte den Darmkeimen anfangs wieder in ähnlichem Maße zu. Aber diesmal normalisierte sich - anders als zuvor – die Darmflora bis zum Ende der Studie zwei Monate später bei keiner der drei Frauen.
Die Untersuchung zeigt exemplarisch das fragile Gleichgewicht, das der Mensch mit seinem Mikrobiom teilt – also jenen Billionen Mitbewohnern, die sich etwa auf der Haut oder in der Nase tummeln. Viele sind von ihnen sind nicht nur nützlich, sondern gar extrem wichtig. Dies gilt vor allem für die Bakterien des Darms, deren Rolle jahrelang unterschätzt wurde. “Die Gemeinschaften des Verdauungstraktes sind grundlegend für die Entwicklung unseres Immunsystems“, betont Relman, dessen Studie im renommierten Fachblatt “PNAS“ veröffentlicht wurde. “Wir sollten sie nicht für garantiert nehmen.“
Der Forscher will nun klären, welche Wirkung Antibiotika in den ersten beiden Lebensjahren haben – also genau dann, wenn Kleinkinder ihre ureigensten Keimkolonien aufbauen. Möglicherweise steigern die Medikamente in dieser Phase das Risiko für spätere Probleme des Immunsystems.
Denn jeder Mensch kommt mit einem mehr oder weniger sterilen Verdauungstrakt zur Welt. Der wird binnen Tagen von verschiedensten Keimen besiedelt. Die stammen von den Eltern, aus der Umgebung, von der ersten Nahrung. Nach und nach steigt die Vielfalt im Darm eines gesunden Menschen auf Hunderte Mikrobenarten, von denen viele der Verdauung und dem Immunsystem nützliche Dienste erweisen.
Forscher wissen etwa, dass fettleibige Menschen andere Darmkeime tragen als schlanke Personen. Schon eine Diät kann die Keimkolonien verändern. Zudem könnten veränderte Bakterienkolonien auch an Erkrankungen beteiligt zu sein, etwa an der Entstehung von Polypen, einer Vorform von Darmkrebs.
Zwar sollten Antibiotika ohnehin grundsätzlich sparsam verwendet werden, allein schon wegen der Gefahr, dass bakterielle Krankheitserreger Resistenzen dagegen entwickeln*. Aber die neue Studie zeigt, dass sie auch nützlichen Bakterien zusetzen, mit unabsehbaren Risiken für die spätere Gesundheit. “Wir sollten anfangen, mehr darauf darauf achten“, sagt der Mikrobiologe Martin Blaser von der Universität New York, der nicht an der Studie beteiligt war. “Der Einsatz von Antibiotika hat auch aus biologischer Sicht seinen Preis.“
*Immer mehr Keime zeigen Resistenzen gegen Antibiotika und selbst bislang harmlose Krankheitserreger wie die Escherichia-coli-Bakterien werden immer aggressiver und verursachen neuerdings auch Blutvergiftungen.
dapd

Hier ein Bericht desselben Forschungsinstituts von 2008:

In der kostenfrei zugänglichen Online-Zeitschrift PloS Biology ( http://biology.plosjournals.org/) haben Wissenschaftler im November 2008 über die bisher gründlichste Untersuchung der Auswirkungen einer Antibiotikabehandlung auf die Darmflora berichtet.

Der Darm ist das dicht besiedelteste natürliche bakterielle Ökosystem, das man kennt. Bis zu 10 Billionen einzelne Mikroben sind im Darm vorhanden. Die mikrobielle Darmflora hat eine Fülle von Aufgaben bei Verdauung, Krankheits-Resistenz, der Regulation der Immunantwort usw. Das wirft Fragen nach den möglichen gesundheitlichen Auswirkungen der Störung der Darmflora durch eine Antibiotikabehandlung auf. Weil bestimmte Mikroben eine Reihe von chemischen Vorgängen im Darm steuern, könnten Veränderungen in der Zusammensetzung der mikrobiellen Besiedlung des Darms wichtige, bisher aber noch nicht bekannte Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Mit einer neuen Methode zur Identifikation verschiedener Typen von Bakterien...( haben Forscher) der Stanford-Universität mindestens 3.300 bis 5.700 verschiedene "Taxa" (genetisch verschiedene Typen) von Bakterien im distalen menschlichen Darm identifiziert.

Die Antibiotika-Behandlung hat die Häufigkeit des Vorkommens etwa eines Drittels dieser Bakteriengruppen beeinflusst: "Einige vor der Behandlung selten auftretende Bakterien können häufiger vorkommen, und die Häufigkeit einiger dominanter Bakterien kann abnehmen. Solche Veränderungen können anhaltend sein", erklärte Sogin. Bei allen in der Studie getesteten Personen hat sich die bakterielle Besiedlung innerhalb von vier Wochen nach Behandlungsende zwar erholt, aber sie ähnelte nur weitestgehend wieder der vor der Antibiotikagabe: einige Bakterientypen hatten sich auch nach sechs Monaten noch nicht wieder erholt. Bakterien, die normalerweise keine Probleme verursachen, könnten dann Krankheiten verursachen.

Die Studie ist Teil einer großen internationalen Untersuchung, die die Mikroben im Darm vollständig bestimmen soll. Die Erforschung der Darmflora ist durch neue Methoden einfacher geworden. Die Veröffentlichung (engl.) ist kostenfrei zugänglich: Dethlefsen L, Huse S, Sogin ML, Relman DA (2008) The Pervasive Effects of an Antibiotic on the Human Gut Microbiota, as Revealed by Deep 16S rRNA Sequencing. PLoS Biol 6(11): e280,doi:10.1371/journal.pbio.0060280, Published: November 18, 2008, http://dx.doi.org/10.1371/journal.pbio.0060280